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Vorschläge zum Ravensberger Park

Wir wohnen mit zwei Kleinkindern sehr sehr nah am Ravensbergerstr Park. Unsere Tochter liebt die Enten dort. Regelmäßig gehen wir hin um zu sehen wie es ihnen geht. Schön wäre also, wenn die Teiche erhalten blieben.

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Nächster Vorschlag

Kleine nicht kommerzielle Mini Konzerte / Poetrys Slams. etc.

Im Sommer könnte man diesen Ort gut für kleine Konzerte mit lokalen Künstler*innen nutzen oder auch Poetry Slams und andere Kulturformate wären denkbar.

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Sonstiges

Stellungnahme zum aktuellen Planungsstand

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben uns das neue Papier von den Büros RH und Greenbox angesehen und möchten dazu Folgendes anmerken:

Zur generellen Einschätzung:
Grundsätzlich halten wir die vorgeschlagenen Zonierungen - die auch wir so vorgeschlagen hatten - für richtig, also Rochdale Park für Kultur/Ausstellung, zentraler Platz für Veranstaltungen, Ostteil für Natur-/Kulturerfahrung und Erholung. Auch die Installierung eines Loops für die innere Erschließung scheint sinnvoll. Und auch der Leitbegriff KulturStadtPark (?) mag grundsätzlich gehen. Als grundsätzlichen Mangel sehen wir, dass eigentlich keine Dachmarke entwickelt wird, zudem in den Überlegungen die Frage nicht beantwortet wird, wie die Einbettung in das Quartier konkret angedacht ist und ferner welche Angebote dieser Park künftig für die hier lebenden Menschen bereithält. Für eine Maßnahme im Rahmen eines INSEKs ist dies unzureichend. Die fachliche und räumliche Integration muss geleistet werden.
Weiterhin halten wir konkrete Aussagen für die weitere Umsetzung des Rahmenplans (Beteiligung der Akteure, einheitliches und den Möglichkeiten des Parks angepasstes Veranstaltungsmanagement) für notwendig. Es fehlen die Definition von Maßnahmenpaketen, die den weiteren Umsetzungsschritten, Finanzierungsabschnitten und Ausschreibungen zugrundegelegt werden und die Verpflichtung zu möglichst breit ausgelobten Wettbewerben. Wenn das Gutachten dies nicht leisten kann, erwarten wir dies in der begleitenden Beschlussvorlage der Verwaltung. Ohne dies bliebe das Rahmenkonzept folgenlos.

Zu den Kritikpunkten im Einzelnen:
• Überein gehen wir mit den beiden Büros, wenn sie Sammelsurium der Freiraumausstattung (Folie 10) und den Zustand von Bänken und einzelnen Situationen (Folie 11) zeigen und beklagen.
• Wir freuen uns, dass die beiden Büros einzelne Vorschläge (Thema Wasser, Nutzung des Wasserturms, öffentlichkeitswirksamere (ev. auch neue) Nutzung des Betriebsleiterwohnhauses, Podium auf dem zentralen Platz usw.) aus dem Konzept von I-KON in ihren neuen Plan übernommen haben.
• Ein Abriss der Geschichte der Ravensberger Spinnerei (Folie 4) und die Lage von Bauten der Ravensberger Spinnerei außerhalb des Ravensberger Parks (unterer Plan Folie 5) wurde dargestellt.
Allerdings hätten wir erwartet, dass die beiden Büros bei ihren Übernahmen auch die Quellen angeben.
• Die Geschichte der Ravensberger Spinnerei wird nur abgebildet, nicht in die Argumentation ihres Rahmenplans (siehe ‚Eckpunkte‘ auf Folie 15) integriert.
• Die Sprache in der Powerpointpräsentation ist unpräzis; so wird immer von Potenzialen gesprochen (Folie 2, Folie 12, 15) ohne diese konkret herauszuarbeiten und darzustellen. So werden (Folie 15) der ‚geplante Umzug des Naturkundemuseums‘, das ‚ehem. Betriebsleiterwohnhaus‘, die ‚vielfältigen Bezügen an die Umgebung‘ und das ‚Engagement der Bürgerschaft‘ angesprochen, ohne dass man konkret weiß, was das für Potenziale sind.
In ähnlicher Weise wird auch von ‚Rotem Faden‘ (Folien 23, 24) gesprochen; dieser ‚Rote Faden‘ erscheint als Worthülse auf den Folien, ist aber ästhetisch und architektonisch im Rahmenplan nicht realisiert. Das sieht man gerade auf Folie 27.
Anzumerken ist zudem, dass diese allegorische Referenz auf die Ravensberger Spinnerei (und das ist der einzige Bezug zum Unternehmen) in der Umsetzung noch problematischer ist als die als Tuchballen aus Beton ausgebildeten Bänke auf dem Kesselbrink. Soweit man bisher weiß, ist ein Faden aus der Ravensberger Spinnerei niemals rot gewesen; die Färbung wurde erst nach dem Spinnen und an anderen Orten in Bielefeld vorgenommen.
• Das Rendering greift zurück auf angestaubte Bilder (Folien 27, 30, 31, 33, 34, 36); der Entwurf einer spezifischen Atmosphäre, die den späteren Wettbewerbsteilnehmern bei ihren Konkretisierungen eine Vorgabe und Orientierung geben könnte, fehlt.
Die Pläne in den Folien zeigen kürzere oder längere rote Pfeile; was damit ästhetisch und architektonisch gemeint sein könnte, wird nicht ausgesprochen und ist auch nicht ersichtlich. Die Pfeile gehen stets von innen nach außen, das Problem ist gerade aber auch die Gegenrichtung, d.h. eine Schwellenangst, die durch eine spätere entwurfliche Konkretisierung überwunden werden sollte.
Das gilt insbesondere auch bei den Ein- und Ausgängen des Parks. In Folie 9 etwa wird von vielfältigen Anknüpfungspunkten an die Umgebung‘ gesprochen, statt das eigentliche Problem aufzuzeigen und den Teilnehmern eines Wettbewerbs die Suche nach einer guten Mittellösung zwischen Ausgrenzung und Öffnung vorzuschlagen.
• Die Kernbezugsgruppe für die Neugestaltung des Parks bleibt unklar. I-KON hatte Kinder bis ca. 10 Jahren vorgeschlagen (ohne andere Personen vor allem auch bei den Abendveranstaltungen auszuschließen), weil deren Bedürfnisse auf dem Kesselbrink unerfüllt bleiben. Damit wäre der Park dann auch als Ort für anwohnende junge Eltern definiert.
Natürlich brauchen auch Kinder in dem vorgesehenen Alter körperliche Aktivitäten. Aber Gelegenheit zum Bouldern und Herumkrabbeln auf Klettergeräten usw. findet man auf jedem Spielplatz in Bielefeld.
In gleichem – vielleicht sogar in größerem Ausmaße – brauchen Kinder in diesem Alter kognitive und emotionale Anregungen, wie etwa Gespräche mit außerordentlichen und interessanten Mitmenschen, Vorlesen oder Erzählen von Märchen und kindgerechten Texten, Anregung zu Selbstdarstellung und Theaterspielen, Mut zu Phantasie und Poesie, Gelegenheit und Lust zur Erkenntnis ihrer Umwelt und ihrer Welt. Ein solcher Park schwebt I-KON in ihrem Konzept vor (Kinder-Garten als Übungsgarten für Kinder, Marionettenbühne, Kinderbühne usw.).
Ein Park dieser Art hätte national und international ein Alleinstellungsmerkmal und entsprechende Aufmerksamkeit in den Medien.
In einer Kooperation mit Frau Prof. Mons und der Architektur der FH Minden ist es inzwischen zu einigen sehr interessanten Entwürfen zu den von uns so genannten ‚folies‘ gekommen, die unsere Wünsche ausgezeichnet umsetzen.

Ansonsten möchten wir noch einmal auf unser Konzept vom Frühjahr und auf den Beschluss des Beirates dazu im Frühsommer verweisen.

Mit herzlichen Grüßen
Die I-KON Gruppe