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Variante 08

Variante 08 folgt dem Ansatz der Nachverdichtung und ersetzt die Reihenhausbebauung konsequent mit Geschosswohnungsbau. Somit könnten in der Siedlung insgesamt 80 Wohneinheiten geschaffen werden. Zu beachten ist dabei, dass sich die max.

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Variante 09

Diese städtebauliche Variante stellt das Potential einer maximalen Nachverdichtung dar. Mit dieser Bebauung kann die Anzahl der zukünftigen Wohneinheiten verdoppelt werden. Allerdings gilt es zu beachten, dass zur Wahrung des Stellplatznachweises der Freiraum durch den ruhenden Verkehr gekennzeichnet sein wird.

Kommentare

Was macht Stadt aus? Es sind die Menschen, die dort leben, arbeiten, wohnen und gestalten.

Was macht ein lebendiges städtisches Quartier aus? Es ist die Mischung aus Bauformen, Nutzungen, sozialen Gruppen, aus Gebäuden und Freiflächen, aus Begegnungsräumen und Rückzugsorten.

-- Wie wäre es, solche Strukturen von denen entwickeln zu lassen, die all die oben genannten Merkmale später selbst nutzen werden?

-- Wie wäre es, den Gestaltungswillen und die Integrationskraft der Bürger dort zu nutzen, wo neuer lebenswerter Raum entstehen soll?

Dafür gibt es seit vielen Jahren Vorbilder in anderen Städten, die neue Antworten auf ihre Wohnungsnot gefunden haben. Vorgemacht haben es zum Beispiel Tübingen und Freiburg, es folgten Berlin, München, Hamburg, Münster, um nur einige zu nennen.

Ich spreche von der Vergabe nach Konzeptqualität: In einem Bewerbungsverfahren werden Gruppen von Bau- und Wohnwilligen aufgefordert, für ihr gewünschtes Bauprojekt Konzepte zu entwerfen, die dann nach städtebaulichen, sozialen, integrativen, inklusiven, ökologischen etc Aspekten bewertet werden. Die ausgewählten Projektgruppen erhalten dann eine Kaufoption über ein Jahr, in dem sie ihre Pläne entwickeln, ihre Gesellschaftform finden und die Finanzierung sichern. Heraus kommen Quartiere mit hoher Bindungskraft, Vielfalt und urbaner Gestaltung.

Ich empfehle dazu die folgende Literatur:
Broschüre des Forum gemeinschaftliches Wohnen e.V.
Grundstücksvergabe für gemeinschaftliches Wohnen
Konzeptverfahren zur Förderung des sozialen Zusammenhalts,
bezahlbaren Wohnraums und lebendiger Quartiere
Praxisbeispiele aus Tübingen, Hamburg, München und Berlin
Download unter:
http://verein.fgw-ev.de/files/forum_konzeptverfahren.pdf

und
Broschüre des ehemaligen mwebwv.nrw
Baugruppen und Wohngruppenprojekte
Ein Handbuch für Kommunen
Mit Handlungsempfehlungen, Argumenten und Best-Practice-Beispielen
(http://www.wohnprojekte-portal.de/fileadmin/Dateien/Materialien/Baugrupp...)

Ich würde mir an der Sperberstraße eine städtische Öffnung für dieses viel versprechende Instrument wünschen. Gerade solche Gebiete wie die Sperberstraße, die durch die umliegende Bebauung kaum definiert und in ihrer gegenwärtigen Substanz und Struktur kaum noch nutzbar ist, würden sich m.E. sehr dafür eignen, bezahlbaren Wohnraum, architektonische Vielfalt und soziale Mischung zu gewinnen.

Durch die Nähe von Grünflächen bietet sich die Möglichkeit, die Bebauung dicht zu wählen und die Wohneinheiten durch Balkone, große Fenster, gute Grundrisse in guter Qualität herzustellen. Dass die Wohnungen attraktiv und bezahlbar sind ist Grundvorraussetzung für soziale Vermischung. Es gibt viele Beispiele für bezahlbaren Wohnraum guter Qualität, siehe z.B. Dänemark.